Moin aus dem Krankenhaus,
nachdem wir den letzten Schulblock hinter uns gebracht
haben, stand für mich das Praktikum in der Zentralen Notaufnahme der AMEOS Klinik in
Eutin an. Die ZNA ist die Schnittstelle zwischen Rettungsdienst und Klinik. Für den
Rettungsdienst endet die Arbeit am Patienten mit der Übergabe in der Notaufnahme,
doch wie geht es weiter mit dem Patienten? Dies habe ich in 3 Wochen Notaufnahme
lernen können.
Der erste Kontakt mit Patienten sieht fast immer gleich aus. Als Erstes wird der Patient
triagiert. Die Triage wird durchgeführt, um die Dringlichkeit der Behandlung
festzustellen. Dabei spielen verschiedene Faktoren, wie die Schwere der Erkrankung
oder Verletzung, oder auch Symptome wie Schmerzen oder Bewusstseinsminderung
eine Rolle. Weiter geht’s mit der Erhebung der Vitalparameter, wie Puls,
Sauerstoffsättigung, Blutdruck, Temperatur und es wird ein EKG geschrieben.
Je nach Erkrankung oder Verletzung wird der Patient noch an ein zentrales Überwachungssystem
angeschlossen, mit dem wir die Vitalzeichen des Patienten die ganze Zeit überwachen
können. Da von jedem Patienten auch Blut abgenommen wird, um ein Aufnahmelabor
zu machen, muss jedem Patienten ein venöser Zugang gelegt werden, was oft meine
Aufgabe war und ich dadurch üben konnte.
Richtig spannend wurde es, wenn der Schockraum Alarm ausgelöst wurde. Da über den
Schockraum besonders schwer erkrankte und verletzte Menschen aufgenommen werden, gibt es
dort feste Abläufe für das Personal der Notaufnahme, zusätzlich sind noch Kräfte von
der Intensivstation und der Anästhesie vor Ort, um gemeinsam den Patienten zu
stabilisieren. Es war beeindruckend zu sehen, wie reibungslos die Fachabteilungen
zusammengearbeitet haben.
Wenn die Erstaufnahme eines Patienten geschehen ist, muss Der ja auch irgendwann
behandelt werden. Auch dort hatte ich die Möglichkeit bei verschiedenen Behandlungen
und Maßnahmen zuzugucken und zu assistieren. Der Klassiker war dort das Assistieren
beim Nähen von Platzwunden und das Gipsen von Brüchen, das Verabreichen von
Medikamenten nach ärztlicher Anordnung, aber auch eine Kardioversion, also mittels
eines gezielten Stromschlags ein Herz wieder in den richtigen Takt zu bringen, konnte ich
begleiten.
Die drei Wochen in der Notaufnahme in Eutin waren sehr spannend und lehrreich,
abgesehen davon, dass ich verschiedene Skills und Maßnahmen, die ich üben konnte,
war es auch spannend zu sehen, wie es mit dem Patienten weiter geht, den wir in der
Notaufnahme übergeben.
Für mich geht’s nach dem Praktikum in den nächsten Schulblock, der dann den
Meilenstein der Kompetenzüberprüfung mit sich bringt.
Bis Bald
Daniel

