Moin von der Rettungswache Malente und aus der ZNA der AMEOS Klinik Eutin.
Nachdem wir den Schulblock mit der Kompetenzüberprüfung (vergleichbar mit einer Zwischenprüfung) beendet haben, war der große Tag gekommen: Wir durften als Zweiter auf dem RTW fahren. Ein Meilenstein, der erreicht wurde. Einerseits, weil man damit die Hälfte der Ausbildung geschafft hat, andererseits, weil man ab diesem Moment nicht mehr zusätzlich zur normalen Besatzung als Dritter auf dem RTW mitfährt, sondern den Rettungssanitäter ersetzt.
Diese neue Aufgabe bringt auch neue Verantwortung mit sich. Man muss Aufgaben selbstständig erledigen – zum Beispiel den Transport eines Patienten allein managen oder auch ganz praktische Dinge übernehmen, wie die Anmeldung des Patienten in der Zielklinik über den Behandlungskapazitätennachweis (BKN).
Natürlich haben uns die Schule und unsere Praxisanleiter gut auf diese neue Aufgabe vorbereitet, und im Rahmen der Kompetenzüberprüfung konnten wir beweisen, dass wir ihr gewachsen sind. Es ist ein weiterer, aufregender Abschnitt in der Ausbildung.
Nicht alle starten jedoch nach der Schule auf der Rettungswache. Ein Teil von uns beginnt in der Klinik ihr ZNA-Praktikum. Das Praktikum umfasst 120 Stunden und soll uns zeigen, was passiert, wenn wir den Patienten an die Klinik übergeben. Typische Aufgaben sind das Unterstützen bei der Ersteinschätzung (Triagierung), das Erheben der ersten Vitalparameter wie zum Beispiel Herzfrequenz und Blutdruck aber auch das Schreiben von EKG’s und das Legen von Venösen Zugängen gehört zu den Aufgaben. Mit großem Interesse haben wir die Schockräuem verfolgt, in dem die besonders schwer Erkrankten und Verletzten übergeben und Erstversorgt werden. Hier kommen die verschiedensten Fachrichtungen zusammen und arbeiten interdisziplinär zusammen. So bekamen wir einen doch sehr umfassenden Überblick über die doch andere Arbeitsweise in der Klinik und konnten Skills üben und vertiefen.
Zum Ende des Monats geht es für uns dann wieder in die Schule nach Lübeck. Dort wurden die Versorgung von Traumata, also von einfachen Brüchen bis hin zur Versorgung komplex Verletzter, zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall besprochen und geübt.

