Moin aus Lübeck,
der Mai stand bei uns ganz im Zeichen der Rettungsdienstschule. Aktuell befinden wir uns im Lernfeld 10 – dem Abschnitt der Ausbildung, der sich mit einer Vielzahl an Krankheitsbildern beschäftigt, die uns draußen im Einsatz begegnen können. Dabei ging es sowohl um klassische Notfälle wie Herzinfarkt und Schlaganfall als auch um zunächst weniger bedrohlich wirkende Situationen wie den hypertensiven Notfall.
Darüber hinaus haben wir uns auch mit selteneren Krankheitsbildern beschäftigt. Dazu gehörte beispielsweise Morbus Addison, eine Erkrankung, bei der der Körper zu wenig Cortisol – ein wichtiges Stresshormon – produziert. Auch die thyreotoxische Krise, also eine schwere Überfunktion der Schilddrüse, die den gesamten Organismus aus dem Gleichgewicht bringen kann, war Thema im Unterricht. Die entsprechenden Behandlungsstrategien haben wir praxisnah anhand von Fallbeispielen trainiert. Wie schnell so ein Fallbeispiel in einer Materialschlacht enden kann, seht Ihr unten auf dem Bild.
Ein weiterer Schwerpunkt lag erneut auf dem Herzkreislaufstillstand. Über mehrere Tage hinweg haben wir sowohl die Reanimation von Erwachsenen als auch von Kindern in unterschiedlichen Einsatzszenarien intensiv geübt. Ein besonderes Highlight war dabei die Arbeit in größeren Teams von in der Regel vier bis sechs Personen. Dabei wird schnell deutlich, wie viele personelle Ressourcen zur Verfügung stehen – und wie wichtig eine klare Struktur und Koordination sind, damit aus Teamarbeit kein Chaos entsteht.
Mit dem Ende des Monats schließen wir nicht nur diesen Schulblock ab, sondern auch das letzte große medizinische Lernfeld unserer Ausbildung. Für uns geht es nun zurück auf die Rettungswachen beziehungsweise in die Klinik, wo wir unsere Praktika auf den Intensivstationen absolvieren werden.
Bis zum nächsten Mal
Anneka und Daniel

