Moin und willkommen im echten Norden aka dem Rettungswachenverbund Nord (RWVN)!
Ich bin Kevin, NotSan-Azubi, jetzt frisch im 2. Lehrjahr und gehöre dem Wachverbund Nord der RDH an.
Die letzten 5 ½ Monate war ich durch Schulblöcke, Wachtentausch und Klinikpraktika nicht anwesend. In dieser Zeit ist auch viel passiert: Ich habe meine Reanimationsprüfung erfolgreich abgeschlossen und einen großen Teil meiner klinischen Ausbildung mit 200 Stunden in der Anästhesie absolviert. Hier wurde mir viel Wissen über die Atemwegssicherung (mittels Larynxmaske/-tubus), die Maskenbeutelbeatmung sowie die Assistenz bei Narkoseeinleitungen und endotrachealen Intubationen vermittelt. Ein sehr lehrreicher und wichtiger Einsatz, da die Notfallintubation bei uns selten vorkommt und jeder Handgriff sitzen muss.
Doch nun heißt es erst einmal wieder PSA statt Kasack.
Und eins muss gesagt sein: Nirgends ist es schöner als daheim! Auf den Stammwachen wieder seinen Dienst zu verrichten, fühlt sich wie eine Heimkehr an. Endlich sieht man all die Kollegen wieder, die einem ans Herz gewachsen sind. Man kann wieder die steife Meeresbrise und den Sonnenuntergang an der Ostsee genießen – sofern es der Einsatzdienst zulässt, natürlich!
Im Vordergrund stand und steht immer die Hilfeleistung für unsere Patienten und das Ausbauen der eigenen Fertigkeiten. Insbesondere mit Blick auf die herannahende Kompetenzüberprüfung (kurz KÜ) gilt es, fleißig zu lernen und zu üben – egal ob Theorie oder Praxis. Die Kompetenzüberprüfung ist unsere Variante einer Zwischenprüfung. Mit ihrer Hilfe wird entschieden, ob wir nach dem 18. Ausbildungsmonat als zweite Position den RTW mitbesetzen dürfen oder nicht. Außerdem dient sie als Vorbereitung aufs Staatsexamen, damit wir in Prüfungssituationen gelassener werden.
Entsprechend muss man sich auch darauf vorbereiten: Fallbeispieltraining mit den Praxisanleitern und Wiederholung der bisherigen Theorie. Das Spektrum reicht von Medikamenten über Anatomie und Pathophysiologie bis hin zu Recht und Qualitätsmanagement. Es ist damit so vielfältig wie die Ausbildung selbst.
Leider heißt es nun auch wieder, erst einmal Abschied nehmen von der Wache. Es geht für drei Wochen in die Schule, um im Lernfeld Sieben etwas über wissenschaftliches Arbeiten zu lernen.
Was dort passiert, erfahrt ihr dann in der nächsten Ausgabe unseres Azubiblogs.
Bis zum nächsten Mal.
Kevin aus dem RWVN der rdh.

